Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 17.08.2022

Selbst ist die Frau:

Bei Reparaturarbeiten oder DIY-Projekten – Welcher Klebstoff funktioniert?

Bild 20220817 Heißkleber-DIY.jpg
Bildnachweis: EdZbarzhyvetsky / clipdealer.de

Viele Frauen überlassen Reparaturarbeiten im Haushalt eher den Männern – selbst dann, wenn sie in anderen Bereichen ein emanzipiertes Leben führen. Dabei ist es mit dem richtigen Klebstoff gar nicht so schwer, im Haushalt Dinge zu reparieren oder zu befestigen. Und überhaupt – öfter einmal etwas Neues zu lernen, hält jung. Nicht jeder Kleber ist dabei für jeden Untergrund geeignet. Zwar haben die verschiedenen Klebstoffe im Grunde den gleichen Zweck – nämlich zwei Materialien miteinander zu verbinden. In bestimmten Gesichtspunkten unterscheiden sie sich dennoch. So erfordern manche Materialien Spezialkleber, während andere mit Alleskleber oder Sekundenkleber befestigt werden können. Welche Klebstoffe du unbedingt im Haushalt haben solltest und welcher Kleber für welches Material geeignet ist, erfährst du hier.

 

Die Klassiker: Alleskleber und Sekundenkleber

Sowohl Alleskleber als auch Sekundenkleber lassen sich für eine Vielzahl an Aufgaben verwenden und gehören daher in jeden Haushalt. Alleskleber ist besonders gut geeignet, wenn du gerne bastelst und beispielsweise Papier kleben möchtest. Mit Alleskleber kann man – wie der Name es bereits sagt – im Grunde jedes Material kleben. Dabei ist er jedoch eher für Dinge geeignet, die keine allzu starke Klebewirkung benötigen. Einen echten Spezialkleber ersetzt er nicht. Außerdem kann Alleskleber bei dünnen Materialien Wellen bilden und sollte daher sehr sparsam dosiert werden. Sekundenkleber ist im Grunde auch eine Art von Alleskleber – nur dass er innerhalb von wenigen Sekunden bereits die maximale Haftung erreicht hat. Das macht ihn zu einem praktischen Helfer im Haushalt. Ist beispielsweise der Henkel einer Tasse abgebrochen oder das Plastikspielzeug von deinem Kind kaputt, ist Sekundenkleber ideal. Aber apropos Kind: Kinder sollten keinen Zugang zu Klebstoffen haben. Achte also darauf, sie stets unerreichbar aufzubewahren, damit kein Ungeschick passiert.

 

Kleben statt bohren: Kontaktkleber oder Kraftkleber

Kontaktkleber oder Kraftkleber lässt sich für verschiedene Materialien nutzen: Sowohl für elastische Untergründe wie Gummi, Leder oder Schaumstoffe als auch für Glas oder Keramik. Er ist sowohl punktuell als auch großflächig einsetzbar. Im Gegensatz zum Alleskleber hat Kontaktkleber eine Reihe von Vorteilen. Zum einen kann man mit ihm verschiedene Oberflächen miteinander verbinden. Zum anderen hat der Kraftkleber – wie der Name es bereits verrät – eine sehr hohe Klebkraft. Aus diesem Grund können mit diesem Klebstoff teilweise auch Dinge – zum Beispiel an Wänden – befestigt werden, für die man andernfalls hätte Bohren müssen. Das heißt nicht, dass du damit schwere Bücherregale an die Wand kleben solltest – dafür ist der Kleber vermutlich nicht stark genug. Doch zum Beispiel einen leichten Blumentopf oder eine Vase wird der Kraftkleber gut halten können. Zimmerpflanzen sind eine wunderbare Ergänzung in jeder Wohnung. Sie verbessern die Luftqualität und den Schlaf. Kleine Pflanzen einfach an der Wand zu befestigen, ist eine schöne Deko-Idee, die auch noch gut aussieht. Im Gebrauch ist der Kontaktkleber übrigens recht einfach: Du bestreichst beide Oberflächen, die aneinandergeklebt werden sollen damit und drückst sie nur kurz zusammen. Anschließend ist die Klebestelle sofort belastbar.

 

Stühle, Tische, Schränke kleben: Holzleim

Holzleim kommt immer dort zum Einsatz, wo etwas repariert werden soll, das aus Holz gefertigt wurde: Stühle, Tische und Schränke zum Beispiel. Holz ist ein Material, welches sich bei Kälte zusammenzieht und bei Wärme ausdehnt. Aus diesem Grund benötigt es einen Spezialkleber, der in der Lage ist, die dadurch entstehenden Spannungen auszugleichen. Wichtig ist dabei, dass man immer mit Schraubzwingen arbeitet. Holzleim benötigt nämlich ungefähr 30 Minuten, um zu trocknen. Währenddessen sollte konstanter Druck auf die Klebestellen ausgeübt werden. Alternativ könnte man auch versuchen, einen Stapel besonders schwerer Bücher oder andere schwere Dinge auf die Klebestelle zu legen, um Druck zu erzeugen.

 

Für Hobbybastler: Heißkleber

Besonders Hobbyhandwerker und -bastler nutzen gern Heißkleber, da man mit ihm eine Vielzahl von Dingen verkleben kann. Wer im Basteln ein passendes Hobby zum Entschleunigen in stressigen Zeiten gefunden hat, wird Heißkleber lieben. Aufgetragen wird er mit Hilfe einer Klebepistole. Es gibt spezielle Schmelzkleber-Sticks, die sich im Inneren der Pistole unter Hitzeeinwirkung verflüssigen. Dadurch kann man den Klebstoff recht einfach dosieren. Allerdings sollte man bedenken, dass er wirklich sehr heiß ist, wenn er aus der Pistole kommt. Diese Methode ist also nur für Materialien geeignet, die sich unter Hitze nicht verformen oder anderweitig Schaden nehmen. Glas, Holz und Kunststoffe können jedoch problemlos mit Heißkleber verklebt werden. Da er sich nur schlecht verstreichen lässt, ist er für die großflächige Anwendung jedoch ungeeignet. Auch sollte man im Umgang besonders vorsichtig sein, da der Kleber auf Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius erhitzt wird. Wer damit in Berührung kommt, muss also sofort mit sehr schmerzhaften Verbrennungen rechnen.