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Lifestyle | 30.09.2022

Traumschlaf erreichen

Worauf sollte man beim Boxspringbetten-Kauf achten?

Endlich erholsam schlafen und ohne Rückenprobleme aufwachen! Immer mehr erfüllen sich diesen Traum und entscheiden sich für den Kauf eines Boxspringbettes. Hoch, gemütlich und fast wie im Hotel – damit das neue Schlafgefühl zu Hause einziehen kann, ist der Qualitätstest beim Kauf gefragt. Diese 5 Tipps helfen bei der Boxspringbetten-Auswahl.

1. Auf den Inhalt kommt es an

Per Gesetz ist der Begriff „Boxspringbett“ nicht definiert bzw. geschützt. Deshalb gibt es unzählige Bettenmodelle am Markt, die als Boxspringbett angepriesen werden, jedoch eine Mogelpackung sind. Boxspringbetten, die ihrem Namen alle Ehre machen, verfügen über einen Holzkasten mit integrierten Sprungfedern, darauf eine obere Matratze und ein Topper.

Besonders günstige Modelle sehen rein optisch wie das Boxspringbett aus, doch der eigentlich mit Federn versehene Holzkasten ist bei ihnen hohl. Die Folge ist eine weniger intensive Federung, was sich beim Liegekomfort bemerkbar macht. Unbequemes Liegen kann zu anhaltenden Schlafproblemen führen. Experten wissen, dass andauernder Schlafmangel nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch vorzeitige Hautalterung begünstigen kann. Ausgeschlafene Frauen wissen: Für den strahlenden Teint ist erholsamer Schlaf neben der eigenen Pflegeroutine unerlässlich.

2. Taschen- oder Bonellfedern – die richtige Matratze macht den Unterschied

Das Boxspringbett lässt sich im Unterbau individuell mit verschiedenen Matratzen ausstatten. Bei der Auswahl entscheidend sind vor allem das Körpergewicht und der bevorzugte Härtegrad. Personen unter 100 kg erleben auf den Bonellfedermatratzen ein weiches und leicht beschwingtes Liegegefühl. Personen über 100 kg finden auf den punktelastischen Taschenfederkernmatratzen optimale Ruhe.

Abhängig vom Modell gibt es bis zu sieben Liegezonen, die sich individuell an den Körper anpassen. Im Schulter- und Hüftbereich geben die Taschenfederkernmatratze etwas mehr nach, sodass der Körper für die Nachtruhe sanft einsinken und entspannen kann. Im Kopf- und Lendenwirbelbereich hingegen unterstützen die Matratzen etwas mehr und sorgen für ein wohliges Schlafvergnügen.

Einige Hersteller, vor allem von günstigen Boxspringbetten, bieten Kaltschaum als Obermatratze an. Durch die geringe Atmungsaktivität ist das Material jedoch nicht für ein angenehmes Schlafklima geeignet.

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Erholsamer Schlaf fängt mit der richtigen Bettenauswahl an. Die optimale Höhe und die Matratzenhärte gehören dazu. pexels.com @ Pixabay (CC0 Creative Commons)

3. Topper an die eigenen Bedürfnisse anpassen

Der Boxspring-Trend ist nur mit den passenden Matratzen und dem bedarfsgerechten Topper eine gute Idee. Wer beispielsweise unter Problemen mit den Bandscheiben leidet und auf einer zu weichen Matratze und einem zu elastischen Topper schläft, muss damit rechnen, dass sich die Beschwerden verstärken und der Schlaf unruhig ausfällt.

Optimal sind Topper aus wärmeausgleichenden Materialien, die eine gute Atmungsaktivität gewährleisten. Auch die Dicke des Materials spielt bei den Toppern eine wichtige Rolle. Günstige Modelle sind häufig unter 6 Zentimeter dick und bieten dadurch in der Regel nicht den zusätzlich gewünschten stützenden Effekt. Gute Topper haben eine Mindesthöhe von 6 Zentimeter.

Kaltschaum-Topper werden besonders gern gekauft, denn sie sorgen durch ihr anschmiegsames Material für eine hohe Druckentlastung und sind atmungsaktiv. Spezielle Stretch-Topper sind ideal für eine Zugentlastung der Wirbelsäule und bieten eine höhere Punktelastizität. Für besonders angenehme Temperaturen sorgen exklusive Thermogel-Topper, die mit ihrem intelligenten Lüftungssystem für einen angenehmen Temperaturausgleich im Sommer und Winter sorgen.

Alles eine Frage des Gewichts

Der Tragetest beim Topperkauf kann bei der Auswahl helfen. Wer den Topper spielend leicht mit einer Hand angeben kann, sollte die Finger davon lassen. Das geringe Gewicht führt durch die Bewegungen im Schlaf dazu, dass sich der Topper verschiebt und den Körper nicht wie gewünscht entlastet. Solide Kaltschaumtopper sollten ein Mindestraumgewicht von 40 kg/m³ und Viscoschaumtopper von 45 kg/m³ aufweisen.

Der Bezug sollte abzunehmen und waschbar sein

Zum erholsamen Schlaf gehört auch die richtige Hygiene im Schlafzimmer. Regelmäßiges Waschen von Bettwäsche und Matratzenbezügen ist ein Muss. Topper sollten über einen leicht abnehmbaren Bezug verfügen, der durch seine Materialqualität problemlos gewaschen werden kann. Qualitätsprodukte halten einer Waschtemperatur von 60° stand, sodass sämtliche Verunreinigungen sowie Bakterien und Milben vollständig abgetötet werden können. Abhängig von der Materialqualität sollte der Topper außerdem alle fünf Jahre ausgetauscht werden.

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Ohne Kopfschmerzen aufwachen: Immer mehr gönnen sich für ihren traumhaften Schlaf ein Boxspringbett. pixabay.com @ Andrea Piacquadio (CC0 Creative Commons)

4. Die optimale Liege- bzw. Einstiegshöhe ist kaufentscheidend

Die Vorfreude auf das Schlaferlebnis fängt schon beim Einstieg in das Bett an. Wer ein besonders niedriges Bett hat, muss sich oftmals ungelenk nach unten bewegen, um sich hineinlegen zu können. Die Folge können Verspannungen im Rücken oder den Beinen sein. Zeigen sich dadurch schmerzhafte Reaktionen im Körper, kann das zu Einschlafproblemen führen, die die erholsame Nachtruhe stören. Durchschnittlich sind standardisierte Betten zwischen 40 und 50 cm hoch. Vor allem für größere Personen oder Menschen mit Rückenleiden kann das Zubettgehen und das Aufstehen zur wahren Anstrengung werden.

Ein höheres Bett macht den Einstieg komfortabler, nicht nur für ältere Personen. Durchschnittlich sind Boxspringbetten zwischen 60 und 65 cm hoch. Um die passende Einstiegshöhe zu finden, ist ein Sitz auf der Bettkante vor der Kaufentscheidung empfehlenswert. Bei einer optimalen Höhe bilden Unter- und Oberschenkel einen rechten Winkel. Manche empfinden aufgrund ihres Verhältnisses von Oberkörper- und Beinlängen auch einen größeren Winkel als angenehm. Wichtig ist, dass die Füße den Boden bequem erreichen können und das Sitzen auf der Bettkante entspannt und nicht verkrampft ist.

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Mit einer Höhe zwischen 60 und 65 cm bietet ein Boxspringbett optimale Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten. pixabay.com @ Terry Magallanes (CC0 Creative Commons)

5. Brauche ich einen Bettkasten oder nicht?

Manchmal gibt es bei Paaren Frust im Bett, denn nicht jeder mag üppige Kissengarnituren oder besonders kuschelige Bettdecken. Doch wohin mit den unerwünschten Bettwaren? Sie lassen sich bequem und nahezu unsichtbar im integrierten Bettkasten verstauen. Zahlreiche Boxspringbetten verfügen über ein geheimes Staufach, in dem Kissen und Co. bequem Platz finden.

Vor dem Kauf ist im Blick auf die Verarbeitung des Bettkastens zu empfehlen. Bestenfalls ist er rundum geschlossen, sodass Staub und andere Schmutzpartikel nicht in das Innere eindringen und die gelagerten Utensilien verschmutzen können.

Durch den integrierten Kasten erhöht sich das Gesamtgewicht des Bettes. Wer das Boxspringbett selbst transportiert, muss dies berücksichtigen und im Zweifel mitbringen. Außerdem sind Betten mit erweitertem Stauraum kostenintensiver als klassische Boxspringbetten.