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Lifestyle | 03.01.2015

Kaffee von A bis Z

Wir haben für euch die interessantesten 26 Fakten über eines der beliebtesten Heißgetränke gesammelt

Themen:

Aroma: Kaffee enthält über 800 Aromastoffe, die sich durch die optimale Röstung entfalten und die Sinne stimulieren. Da die viele noch unerforscht sind, können sie nicht künstlich hergestellt werden.

Bohnen: Sie sind genau genommen die Samen der Kaffeekirsche – also eigentlich Kerne. Die Bezeichnung Bohnen hat ihren Ursprung im Arabischen und hat sich weltweit durchgesetzt. Die beliebtesten Bohnensorten sind Arabica und Robusta.

Cappuccino: Diese italienische Variante zählt zu den beliebtesten weltweit. Zu gleichen Teilen aus heißer Milch, Milchschaum und Espresso zubereitet, liegt die eigentliche Kunst in der filigranen Verzierung, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind!

Druck: Espresso hat weniger mit „schnell“ zu tun, sondern stammt vom italienischen „pressione“ für „Druck“ ab mit dem das heiße Wasser durch den Kaffee geleitet wird. Das dauert nicht lange und garantiert, dass wichtige Aromastoffe erhalten bleiben.

Espressokanne: Jeder kennt das klassische Modell für die Zubereitung von Kaffee auf dem Herd. Italienisch einfach „Caffetiera“ genannt, ist der deutsche Name hingegen etwas irreführend: Mit dieser Methode lässt sich nämlich kein richtiger Espresso zubereiten, da der benötigte Druck nicht erreicht wird.

Finnland: Mit guten 12 Kilo jährlichem Pro-Kopf-Verbrauch ist Finnland der europäische Spitzenreiter beim Kaffeekonsum. Aber auch in Schweden, Dänemark, Norwegen und Belgien schlägt sich der Stellenwert von Kaffee im Verbrauch nieder. Österreich kam 2013 auf 7,3 kg – das sind immerhin 162 Liter!

Geschichte: Die Geschichte des Kaffees ist jahrhundertelang und in vielen Kulturen fest verankert. Die weltweit ersten Kaffeehäuser entstanden im 16. Jahrhundert in Arabien und dem osmanischen Reich. In Europa eröffnete das erste Kaffeehaus 1675 in Venedig, Wien folgte 1685.

Herkunft: Um die Entdeckung des Kaffees ranken sich lediglich Legenden. Die bekannteste davon erzählt von einem Ziegenhirten in Äthiopien, dem die Pflanze aufgefallen ist, weil seine Tiere nach dem Verzehr der Früchte bis in die Nacht umhersprangen und mehr Energie hatten, als jene, die nicht davon gegessen hatten.

Irish Coffee: Jede Nationalität hat ihre Kaffeespezialität. Erfunden wurde er angeblich in einem Flughafenrestaurant im Westen Irlands für Passagiere, die auf ihren Anschlussflug warten mussten. International bekannt wurde er erst später, die Komponenten sind unverändert geblieben: Starker Kaffee, Whiskey, Zucker und halbaufgeschlagene Sahne.

Jabana: Die Jabana ist ein bauchiges Gefäß, welches ursprünglich aus Ton bestand und in Nordafrika – vor allem in Äthiopien – noch heute weit verbreitet ist. Wegen der runden Form wird die Kanne in einem Stoffring abgestellt.

Koffein: Koffein wird vom Körper rasch aufgenommen und aktiviert nach 20 bis 30 Minuten das zentrale Nervensystem. Außerdem regt es Herz und Stoffwechsel an und steigert die Leistungsfähigkeit. Eine Tasse Kaffee enthält im Schnitt 100 mg dieser Substanz.

Luwak: Kopi Luwak ist der teuerste Kaffee der Welt. Sein volles Aroma entsteht durch die Fermentation im Darm indonesischer Schleichkatzen, wodurch den Bohnen die Bitterstoffe entzogen werden. Da die Produktion sehr aufwändig ist und nur wenig echter Kopi Luwak hergestellt wird, kann der Preis am Markt rund 1000 Euro pro Kilogramm betragen.

Mokka: Der originale Mokka ist wohl die ursprünglichste Zubereitungsart von Kaffee. Dabei wird das fein gemahlene Kaffeepulver mit heißem Wasser aufgegossen und traditionellerweise der Kaffeesatz mit eingeschenkt. Der Name leitet sich von der Hafenstadt al-Mucha am Roten Meer ab, welche im 17- und 18. Jahrhundert die Monopolstellung im weltweiten Kaffeehandel hatte.

Nachhaltigkeit: Für viele Länder ist die Kaffeeproduktion ein wichtiger Wirtschaftszweig. Das Fair-Trade-Siegel garantiert, dass trotz Preisschwankungen alle Beteiligten einen angemessenen Preis für ihre Produkte erhalten.

Oxidation: Bestimmte Inhaltsstoffe des Kaffees reagieren leicht mit Sauerstoff, weshalb für die optimale Aufbewahrung eine luft-, licht- und wärmegeschützte Verpackung wichtig ist. Ansonsten verliert Kaffee schnell seine Aromastoffe.

Produktion: Weltweit führend im Kaffeeanbau ist Brasilien, gefolgt von Vietnam, Indonesien, Kolumbien und Indien. Die größten Bohnen kommen allerdings aus Nicaragua, die besten mit der Einstufung AA aus Kenia. Als einziger amerikanischer Bundesstaat baut Hawaii Kaffee an.

Qualität: Entscheidend für guten Kaffee sind die Bodenbeschaffenheit sowie die Sorte und die Art der Ernte. Auch das Trocknungsverfahren, der Transport und die Lagerung nimmt Einfluss auf die Qualität. Ein weiterer großer Faktor ist die Seehöhe des Anbaugebietes: Beste Bohnen gewinnt man erst ab einer Höhe von 800 m.

Röstung: Beim Rösten ändert sich nicht nur die Farbe der eigentlich grünen Kafffeebohnen, sondern auch der Geschmack und der Geruch ändert sich durch die in der Wärme freigesetzten ätherischen Öle. Im Allgemeinen haben hellere Röstungen einen milderen, dunkle Röstungen einen ausgeprägteren Geschmack. Daher zählt der Röstvorgang zu den wichtigsten Schritten bei der Kaffeeverarbeitung.

Säure: Zusammen mit dem Körper und dem Aroma ist der Säuregehalt eine der wichtigsten Geschmackseigenschaften des Kaffees. Je länger ein Kaffee geröstet wird, desto mehr sinkt sein Säuregehalt. Aber auch die Herkunft, Art und die Zubereitungsmethode nehmen Einfluss darauf.

Trocknen: Egal ob auf Beton- und Steinböden oder Matten ausgebreitet, muss der Kaffee in regelmäßigen Abständen gewendet werden, damit eine Gärung oder Fermentation zu verhindern. Dieser aufwändige Prozess kann bis zu 4-5 Wochen Dauern. Erst danach wird das Fruchtfleisch entfernt. Eine zweite Methode ist das Nassverfahren, das etwas größeren Aufwand erfordert. Dabei wird das Fruchtfleisch sofort nach der Ernte entfernt. 

Untertasse: Mittlerweile dient die Untertasse als Schutz für Tischplatte oder –decke. An ihre frühere Rolle erinnert noch der Begriff „Unterschale“: Bis ins 20. Jahrhundert wurden heiße Getränke in die flachen Schalen geleert, um schneller auszukühlen und teilweise dienten sie auch als Trinkgefäß.

Vakuum: Kaffee wird nicht nur oft vakumiert gekauft, sondern mit der „Vakuummethode“ auch mit Hilfe von Über- beziehungsweise Unterdruck optimal aufgebrüht. Dafür gibt es spezielle Kannen, die aus zwei übereinanderliegenden, durch ein Steigrohr und eine Gummimanschette verbundenen Glaskörpern, bestehen.

Wasser: Die Wasserqualität wird bei der Kaffeezubereitung häufig unterschätzt. Zu hartes Wasser ist schlecht für Maschinen und wirkt sich auf Dauer negativ auf den Geschmack aus. Idealer ist weiches, kalkarmes Wasser mit einem pH-Wert von 7,0.

X-tras: Neben Hightech-Kaffeemaschinen, Mühlen aller Art oder speziellen Milchaufschäumern gibt es viele Accessoires für Kaffee-Profis. Die Palette reicht von professionellem „Latte Art“ Barista-Besteck für die kunstvollen Verziehrungen auf Cappuccino & Co, über Kakaostreuer mit austauschbaren Mustern bis hin zu digitalen Espressowaagen für das optimale Geschmackserlebnis.

Yunnan: Diese südchinesische Provinz ist eigentlich für ihren Tee bekannt, aber auch die Rolle von Kaffee nimmt seit Jahren stetig zu und wird entsprechend gefördert – immerhin befinden sich fast 100 Prozent aller Anbauflächen Chinas dort. Bekannt ist die Region vor allem für ihren hervorragenden Arabica.

Zichorie: Die Wurzelzichorie ist eine Kulturform der Gemeinen Wegwarte und wurde nach dem Krieg zur Herstellung von Ersatzkaffee verwendet. Meist aus einer Mischung von verschiedenen Getreidesorten hergestellt, ist dieses Getränk besser unter dem Namen „Muckefuck“ bekannt.