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Lifestyle | 25.10.2019

Magic Mönchsberg

Oft liegt das Gute so nah und die schönsten Dinge im Leben sind dir geschenkt. So wie ein Spaziergang auf dem Salzburger Mönchsberg. Folgen Sie uns auf unserem Weg über den Dächern von Salzburg und finden Sie, was auch immer Sie finden möchten.

Der Mönchsberg ist für mich wie ein kostbares Geschenk. Ein Geschenk, das über der Stadt thront, von weitem sichtbar und doch zum Greifen nah ist. Ein Geschenk, das es zu entdecken gilt. Das ausgepackt und aufgespürt werden will. Ich weiß nicht, wie viele Male ich schon dort oben war, und doch gibt es immer wieder Neues zu entdecken, neue Wege zu erkunden. Lassen Sie sich mit uns gemeinsam ein, auf die Überraschungen, die Perspektiven, die Geschenke der Natur, die uns der Mönchsberg präsentiert. Wir müssen nur die ersten beiden Schritte wagen: raus und rauf!

Romantisches Nonntal. Wege gibt es viele, die auf den Mönchsberg führen. Wir entscheiden uns bei unserer Tour für den Anstieg über das romantische Nonntal. Dort, wo Galerien, trendige Kaffeehäuser und alteingesessene Traditionsbetriebe wie die Bäckerei Funder oder die Metzgerei Stocker für ein quirliges Krätzelleben sorgen. Direkt hinter der Kirche von St. Erhard führt der Weg hinauf zum Stift Nonnberg. Der jähe kurze Anstieg kann einem so manche Schweißperle auf der Stirn bescheren, der grandiose Anblick oben dafür Freudentränen in den Augen. Der ganze Salzburger Süden, der Untersberg und die Bergwelt des Tennengaus liegen einem zu Füßen, und kehrt man den Bergen den Rücken, ist der Anblick nicht weniger spektakulär. Denn an diesem aussichtsreichen Punkt steht eindrucksvoll das Benediktinerinnen-Stift Nonnberg. Und das bereits seit dem achten Jahrhundert. Es ist ist das älteste Frauenkloster im deutschsprachigen Raum. Besonders sehenswert sind die Kirche und der Friedhof, die für Besucher frei zugänglich sind. In der Kirche finden regelmäßig stimmungsvolle Musikabende statt. Die aktuellen Termine sind auf der Website des Stiftes zu finden (www.nonnberg.at).

Sehen und staunen. Passiert man das Tor, das Richtung Altstadt führt, bleibt einem bei dem Anblick, der sich bietet, fast die Luft weg: Ganz Salzburg scheint sich vor einem auszubreiten wie ein Miniaturstädtchen aus dem Spielzeugladen. Bunte Häuser in engen Gassen, aufgefädelt wie Perlen auf einer Kette, belebte Plätze und viele, viele Kirchturmspitzen. Die Salzach, und auf der anderen Seite der grüne Kapuzinerberg. Kaum jemand, der von diesem Anblick unberührt bliebe. Stehenbleiben, staunen, durchatmen. Das sollte man, wenn man kann. Unser Weg führt weiter in Richtung Festung, die wir jedoch im wahrsten Sinne des Wortes links liegen lassen. Denn die wäre eine andere, eigene Geschichte wert. Zielstrebig nähern wir uns der Richterhöhe, dem zweithöchsten Punkt auf dem Mönchsberg. Von dort genießen wir den uneingeschränkten Blick in Richtung Leopoldskron, das Schloss Leopoldskron und das Leopoldskroner Moos sowie den markanten Staufen im Berchtesgadner Land. Auf der anderen Seite, den Blick Richtung Festung gerichtet, entdecken wir einen wunderschönen, fast mediterran anmutenden Weinberg. Und das mitten in Salzburg. Von den Pfadfindern, die die Türme der Richterhöhe gepachtet haben, erfahren wir, dass es die Salzburger Pfadfindergilde ist, die seit dem Jahr 2008 diesen Weingarten pflegt.

Von Menschen und Magie. Immer wieder trifft man hier heroben auf vertraute Gesichter. Wie zum Beispiel auf das von Andrea Kaiblinger, die mit ihrem Mann Andreas in Mülln das Restaurant „Esszimmer“ führt. Fast jeden Tag spaziert sie von ihrem Zuhause im Nonntal zum Restaurant. „Der Mönchsberg ist für mich ein Kraftort. Hier kann ich durchatmen, meine Gedanken zur Ruhe kommen lassen und Kraft für den Tag tanken“, sagt sie. Ihre Augen verraten, dass es da noch mehr zu berichten gibt. Wir sehen uns an, und sie beginnt zu erzählen. „Für mich ist der Mönchsberg ein spiritueller Ort geworden. Ich habe hier viel Spannendes erlebt. Wenn ihr möchtet, erzähl ich euch meine Lieblingsgeschichte.“ Natürlich mögen wir und lauschen gespannt. „Der erste Teil meines Weges führt ja beständig bergauf – hier überlege ich viel, denke nach und wünsche mir Dinge für mein Leben. Da kommt mir dann so allerlei in den Sinn, oft natürlich auch Geschäftliches. Ein Restaurant zu führen ist ja immer auch eine Gratwanderung. Mal hast du zu wenig Personal, mal zu wenig Gäste, mal zu wenig positive Bewertungen auf Tripadvisor & Co“, lacht Andrea und zwinkert, während sie erzählt, und fährt fort: „Wie auch immer, wenn ich da so dahingehe, wünsche ich mir, dass einfach alles gut läuft. Oft spüre ich eine große Dankbarkeit für mein Leben. Mal bin ich zufriedener und wünsche mir weniger, mal bin ich weniger zufrieden und wünsche mir mehr. Auf alle Fälle, an einem Tag im April gehe ich so wie immer dahin und wünsche mir, dass sich alles in unserem Leben gut entwickelt. Plötzlich entdecke ich eine Wurzel, an der ich bestimmt schon tausendmal vorbeigelaufen bin, weil sie wirklich immer gleich am Wegesrand liegt. Sie ist mit einer Mauer verwachsen. Reflexartig reißt es mich aus meinen Gedanken, ich greife nach der Wurzel und spüre eine kleine Münze in meiner Hand, die ich vorher nicht sah. Ich befühle und betrachte sie. Es ist keine europäische, soviel war klar. Sondern vielmehr eine amerikanische Münze, und ihr wisst, was auf amerikanischen Münzen steht? ‚In god we trust.‘ Ich war so geflasht von dem Erlebnis und noch heute, wenn ich an diesen Moment denke, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Und noch viel mehr als bisher ohnehin schon, tue ich das seither: In das Leben vertrauen und immer die Gewissheit haben: Alles wird gut.“

Wie im Märchen. Ein ebenso magischer wie exklusiver Ort ist das Schloss Mönchstein. Wie aus einem Bilderbuch in die Landschaft gefügt, thront es oben am Mönchsberg, über den Dächern von Salzburg. Die Geschichte des Schlosses reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück. Im 17. Jahrhundert war das Schloss in Besitz des Klosters St. Peter, das das Gebäude den „Herren Professoris“ zur Erholung von der „schweren Kopfarbeit“ zur Verfügung stellte. Daher wurde das Schloss im Volksmund auch als „Professorenschlössl“ bekannt. Es war Erzbischof Paris Lodron, der zu dieser Zeit den Mönchsberg begehbar machte. Von da an erfreuten sich prominente Gäste der exklusiven Lage: Katharina von Russland, die Fürstin von Liechtenstein oder Alexander von Humboldt waren zu Gast im Schloss Mönchstein. Für die breite Öffentlichkeit ist das Schloss Mönchstein seit 1948 zugänglich, damals wurde es zu einem Hotel umgebaut. Fünf Sterne und null Berührungsängste: So könnte man die Atmosphäre im Schloss bezeichnen. Luxuriös und exklusiv die Anmutung, entspannt und locker der Umgang mit den Gästen. Wir sprechen mit Samantha Teufel, der Direktorin des Hotels. Sie wünsche sich, dass sich mehr Einheimische ins Schloss „trauen“ und dieses Salzburger Juwel live erleben. Ob in der eleganten Apollo-Bar, dem vielfach prämierten Haubenrestaurant „The Glass Garden“ oder im Day-Spay, das nach vorheriger Anmeldung frei zugänglich ist. Der Spa-Bereich ist ein besonderer Geheimtipp, um sich eine kurze Auszeit vom Alltag zu gönnen. Auf einer 300 Quadratmeter großen Fläche erwartet die Gäste eine moderne Wellnessoase mit Dampfbad, Sauna und Fitnessbereich. Zusätzlich werden Beautybehandlungen, therapeutische Anwendungen und Massagen angeboten. Die weitläufige Außenanlage lädt mit einem Whirlpool mit Massagedüsen und einem beheizten Infinity-Pool mit Blick auf die Stadt zum Genießen ein. Und wer sich einmal im Leben das ganz Besondere gönnen möchte: Unter dem Motto „Rent your castle“ kann man sich das Schloss Mönchstein sogar als Ganzes mieten.

Und? Inspiriert? Bereit, die ersten Schritte raus aus der Komfortzone und rauf auf den Mönchsberg zu wagen? Denn besonders bezaubernde Orte gibt es dort oben wahrlich viele. Hier ist für jeden genug Platz und Raum, seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz zu finden.